22.04.2017

Carmarthen – Fishguard


Um Viertel nach Neun kam der Startschuss. Auf nach Fishguard, auf nach Irland! 

Ich war ja auch noch nie in Irland, bin schon ganz gespannt. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass die Radwege sich im Vergleich zu England oder Wales ändern werden. 

Nach einer Dusche, nach dem Schreiben des Tagebuchs ging ich in das Lokal, welches der freundliche Hotelchef mir empfahl. Das Essen war sehr gut und reichlich, also machte ich mich auf, in das Pub direkt neben dem Hotel zu gehen. Dort wurde Dart gespielt, ich bestellte mir ein Bier. Es dauerte wohl keine 10 Minuten, dass mich die Leute fragten, woher ich kommen würde, wie ich heißen würde. Dan, meines Erachtens der beste Darter in dieser Runde, kennt sich mit Mountainbikes super gut aus, und ist total begeistert von meinen Reisezielen. 

Wie gesagt, startete ich um 9:15 Uhr in Richtung Fishguard. Der Wind, ich wiederhole mich, blies mir frontal ins Gesicht, während ich mich bergauf quälte. Als ich irgendwo hier in den „Bergen“ auf ein paar Windräder zufuhr, blickten sie mich frontal an, als würden sie sagen, lass es doch sein, du hast doch keine Chance. Den Windrädern hab ich es dann aber richtig gezeigt, ich fahre wie ich will, und ihr könnt mir den Buckel runter rutschen.

Wenn sich diese Windräder zusammentun würden, sich um 90 Grad drehen, könnten sie praktisch den Wind umleiten, oder auch nicht….

Strahlend blauer Himmel begleitete mich bei ungefähr 11 Grad in nordwestliche Richtung. Irgendwo ging ich in ein Pub, um einen Kaffee zu nehmen, was ich da aber erlebte ist nichts anderes als bei uns im bayerischen Wald in einem Wirtshaus, in dem am Samstag Nachmittag die Alkoholiker sitzen, und sich sukzessive vernichten. Diese 6 oder 7 Mann an der Theke könnte man zu Hauptdarstellern in einem Panoptikum machen….wirklich schlimm. Zu Glück verstand ich nicht viel, denn sie redeten Walisisch. 

Noch 30 km dann bin ich in Fishguard.

Und da bin ich jetzt. Morgen geht die Fähre um 14:30 Uhr, gegen 18 Uhr werde ich dann in Irland anlegen.


Pub…..

Hohlweg in Wales mit 10% Steigung

Wegweiser mit unaussprechlichem Ortsnamen


Wales von seiner schönsten Seite

Morgen ist für mich ein Feiertag, denn ich muss praktisch nicht Radfahren!