29.01.2018

Vorträge

Es ist nun mehr als 4 Monate her, dass ich in Regensburg angekommen bin. Schnell habe ich mich daran gewöhnt, wieder hier zu sein, denn ich habe doch einiges zu erledigen.

Die letzten Wochen war ich damit beschäftigt meine Vorträge zu organisieren, und auch auszuarbeiten. Das ist tatsächlich viel Arbeit, man möchte es gar nicht glauben. 

Der erste Vortrag in Eilsbrunn ist scheinbar sehr gut angekommen, darauf basierend bin ich jetzt damit beschäftigt, den Vortrag zu verbessern. 

Der erste Vortrag findet am 15.2.2018 in der Hubertushöhe in Regensburg statt, und ist online buchbar über 

OKTicket.

Außerdem kann man die Tickets bei allen bekannten Vorverkaufsstellen käuflich erwerben.

Die Veranstaltung wird musikalisch begleitet von einer bayerischen „Tanzlmusi“ Kapelle unter der Führung von Joe Christian Wein aus Hemau, einem alten Freund. 

Ich freue mich schon auf diesen Abend!

Weitere Veranstaltungen sind geplant in Hemau, Sünching, Abensberg, Neumarkt und Cham!

14. 10. und 15.10. 2017

Altötting – Martinsbuch



Martinsbuch – Regensburg


So, jetzt bin ich wieder in Regensburg.

Gestern früh sind wir bei sonnigem Wetter aber kühlen Temperaturen in Altötting losgefahren, vorher haben wir aber die Gandenkapelle besucht. Es waren natürlich keine LKW’s unterwegs, sodass wir einigermaßen ruhig durch Niederbayern fahren konnten. 

In Dingolfing machten wir eine kurze Brotzeit, während an uns die verschiedenen Trachtenvereine vorbeizogen. Dann ging es weiter nach Martinsbuch. Das war dann meine letzte Station. Mit einem ausgezeichneten Gulasch wurden wir gestern vom Jürgen Meier empfangen, ein schöner Ausklang meiner 7 monatigen Reise.

Heute früh führte mich mein Weg nach Haindling, Geiselhöring, Aufhausen und dann Regensburg. Und jetzt bin ich da! Mir fällt heute auch nicht viel ein, ich muss die Ankunft wohl erst verkraften…

Ich werde jetzt ein paar Tage pausieren. 


Wallfahrtskirche Haindling im herbstlichen Nebel

13.10.2017

Salzburg – Altötting 


Nach einem richtigen „Wiener Schnitzel“ im Stiftskeller in Salzburg machten wir uns auf die Suche nach einer Kneipe für einen Absacker. Dort trafen wir ein US amerikanisches Ehepaar, die uns zunächst erzählten sie kämen aus Kanada. Warum? Weil sie sich für ihren Präsidenten schämen. 

Früh um halb neun sattelten wir unsere Drahtesel, und brachen auf Richtung Burghausen. Salzburg ist für Radfahrer super, schöne und top ausgezeichnete Radwege machen die Orientierung hier einfach.

In Tittmoning machten wir unsere Mittagspause auf diesem wunderschönen Marktplatz, doch Burghausen hat mich total überrascht, denn diese Stadt ist einfach toll. Da sollte man unbedingt nochmals hinfahren.

Jetzt sitzen wir in Altötting auf dem Benediktplatz bei einem Weißbier und genießen dabei die wärmende Herbstsonne. In wunderbarer Ausklang.

Burghausen

Ein ruhiges Plätzchen

Coole Radler

 

Blick auf die Salzach in Burghausen

12.10.2017

Voglau – Salzburg 

Obwohl es gestern vielleicht es anstrengender war als sonst üblich auf meiner Reise, saßen Jürgen und ich heute schon um 7:30 Uhr beim Frühstück. Genau eine Stunde später saßen wir relativ vermummt auf den Räder, denn es war neblig und kalt. Lange dauerte es nicht, dass wir die Nebelsuppe hinter uns liegen lassen konnten, es wurde dann auch schnell wärmer, und wir genossen ein fantastisches Panorama auf das Tennengebirge und das Dachsteinmassiv. Unser Weg führte uns über die Postalm zum Wolfgangssee. Mit dem Schiff fuhren wir von Strobl nach St. Gilgen, weiter zum Fuschlsee und dann nach Salzburg, wo wir schnell ein Zimmer fanden. 

Bei diesem schönen Herbstwetter ist das Radeln ein wahrer Genuss. 80 Kilometer und 1085 Höhenmeter war heute unsere Tagesleistung – ich bin zufrieden!

Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein, alle Ängste alle Sorgen sagt man, blieben darunter verborgen….

Bergidylle 

Zwoa coole Typen

Salzburg

 

Keine Staugefahr

11.10.2017

Radstadt –  Voglau


Gestern habe ich folgendes Zitat, folgende Lebensweisheit im Internet gelesen:

In dem Augenblick, in dem man sich endgültig einer Aufgabe verschreibt, bewegt sich die Vorsehung auch. Alle möglichen Dinge, die sonst nie geschehen wären, geschehen, um einem zu helfen. Ein ganzer Strom von Ereignissen wird in Gang gesetzt durch die Entscheidung, und er sorgt zu den eigenen Gunsten für zahlreiche unvorhergesehene Zufälle, Begegnungen und materielle Hilfen, die sich kein Mensch vorher je so erträumt haben könnte. Was immer Du kannst, beginne es. Kühnheit trägt Genius, Macht und Magie. Beginne jetzt.

Johann Wolfgang von Goethe

Ich verstehe dieses Zitat für mich, dass man das, was man sich vorgenommen hat, auch umsetzen muss. Das wird natürlich nicht eins zu eins auf direktem Wege funktionieren, doch wenn man den einen oder anderen Umweg in Kauf nimmt oder wenn man sich die eine oder andere Erleichterung verschafft, wird man sein Ziel zwangsläufig erreichen. 

Nicht immer ist mir das gelungen, keine Frage, und hätte ich das gewusst, was ich heute weiß…..ja, es wäre interessant, wie sich das Leben, mein Leben entwickelt hätte.

Am Wochenende werde ich nun wieder zuhause sein, und der erste Teil meines Projektes ist dann abgeschlossen. 7 Monate, also ungefähr 210 Tage habe ich dann auf meinem Drahtesel gekämpft, um ans Ziel zu kommen. Es geht nicht um die gefahrenen Kilometer, oder um die geleistete Arbeit, die Höhenmeter oder die körperlichen Schmerzen, vielmehr ist entscheidend, dass der Kopf diese Strapazen ignoriert, dass der Kopf sich über den Körper stellt. Die Motivation spielt sich im Kopf ab, und nicht in der Muskulatur.

Die letzten 3 Tage werde ich jetzt von einem Freund begleitet, der in einer halben Stunde hier in Radstadt ankommen wird. Es tut mir gut, die letzten Tage nicht alleine zu sein. 

Kurz nach seiner Ankunft sind wir dann gestartet.


Begrüßungsfoto am Bahnhof von Radstadt

In Eben ging es dann richtig nett bergauf nach St. Martin im Tennengebirge, und das bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperatur zum Fahrradfahren. Unser Ziel haben wir locker erreicht, denn ab St. Martin ging es nur noch bergab durch diese wunderbare herbstliche Bergnatur am Fuße des Dachsteinmassivs. 3 Mal bin ich hier schon geradelt, und immer wieder gefällt es mir hier. Übrigens habe ich in St. Martin das Skifahren gelernt. Das war wohl 1965 oder 1966. In St. Martin gab es einen Schlepplift, der ungefähr so funktionierte wie eine alte Gondelbahn. Während der eine Bügel mit den daran hängenden Skifahrern nach oben gezogen wurde, wurde der andere Bügel nach unten geschleppt. Dieser Lift hatte also nur 2 Bügel. Rechts und links konnten sich 5 Leute mit den Händen hinhängen, ein äußerst anstrengendes Unterfangen. Wir wohnten auf einem Bauernhof, unser Zimmer lag direkt über dem Kuhstall, sodass man natürlich keine Heizung benötigte. Das war meinem Vater dann doch Zuviel. Später waren wir dann immer in einem guten Hotel.

Das sind meine Erinnerungen an den ersten Skiurlaub in Österreich.

Es hat Spaß gemacht, mal wieder in Gesellschaft zu fahren, und noch dazu mit einem Freund!

Kaiserwetter in St. Martin 


Gegenlichtaufnahme in der Abtenau

10.10.2017

Thomatal – Radstadt


Gestern Abend waren wir noch am Grab vom Hannes. Wir, das heißt Priska und Hans, die Eltern vom Hannes und ich!

Dann haben wir uns noch lange unterhalten, ich bin froh, dass ich diese beiden Nächte hier war und die beiden besucht habe. Heute früh konnte ich mir wieder Zeit lassen, denn ich musste ja nur über den Tauernpass fahren nach Radstadt, wo ich morgen Mittag meinen Freund Jürgen am Bahnhof abholen werde. Dann werden wir über die Postalm zum Wolfgangssee fahren. Das ist eine wunderbare Tour, die ich schon einmal gemacht habe.

Zunächst führte mich heute mein Weg zum Schloss Moosham, von dort ging es nach Mauterndorf. Dort ist eine wunderbar erhaltene Burg, die sich kein geringerer als Hermann Göring im 3. Reich unter den Nagel gerissen hat. Zunächst war diese Burg im Besitz eines jüdischen Militärarztes namens Hermann von Epenstein, zugleich der Pate von Hermann Göring. Mit meinem Sohn Lukas machte ich schon einmal eine Führung durch die Burg mit, sodass ich diese Geschichte natürlich nicht vergessen konnte. 

Von Mauterndorf fährt man 12 oder 13 Kilometer moderat bergauf, bis es wieder relativ steil bergauf geht. Obertauern ist um diese Zeit eine einzige Baustelle, ansonsten ist dieser bekannte Skiort wie ausgestorben und sieht eher trostlos aus. Eigentlich wollte ich mir einen Kaffee und einen Kuchen genehmigen, doch hat hier scheinbar nichts offen. Also zog ich mich wieder um, beziehungsweise warm an, und lies die Karre laufen. 1000 Höhenmeter ging es bergab mit einer maximalen Geschwindigkeit von 61,1 km/h. Schneller ging es nicht, weil mich der Gegenwind wieder mal ausbremste. 

Jetzt sitze ich in Radstadt, schreibe mein Tagebuch, und versuche mich gleichzeitig an meine Reise zurück zu erinnern. Wenn ich da kein Tagebuch geschrieben hätte, der Großteil wäre jetzt schon in Vergessenheit geraten.


Abschied von Hans und Priska und dem Thomatal

Burg Mauterndorf  – eine  Geschichte in Schwarz-Weiß 


Die Hohen Tauern aus der Ferne 

Hier gibt es nichts aus Gnade sondern nur gegen Entgelt


Obertauern 

9.10.2017

Gmünd in Kärnten – Thomatal im Lungau


Man mag sich natürlich die Frage stellen, warum der Alois gestern nichts geschrieben hat. Ist denn die Reise schon vorbei? Was ist los?

Gestern bin ich nach einem wunderbaren Frühstück von Gmünd aus losgefahren, und zwar Richtung Katschberg, und dann über die Katschberghöhe. Die letzten Kilometer sind wahrlich eine Qual, zumal ich natürlich immer noch voll bepackt bin. 15 % Steigung sind einfach eine große Herausforderung – aber ich habe es geschafft. Die Passhöhe liegt auf 1640 Meter über Meeresspiegel. Dort wollte ich mich eigentlich mit einem Cappuccino und einem Stück Kuchen belohnen, aber es hat hier kein Lokal offen, zumindest habe ich keines entdeckt. Dann bin ich sofort nach einem Kleidungswechsel weiter gefahren, denn es war  zapfig kalt, mit einem unangenehmen Nordwind. 

Mein Ziel im Lungau sind die Eltern meines Freundes, Priska und Hans, die mich so empfingen!

Ist das nicht eine Begrüßung?
Der Hannes war der Pächter der Dr. Josef Mehrlhütte in Schönfeld in den Nockbergen, unweit der Nockalmstrasse. Vor 10 Jahren ist er mit seinem Motorrad tödlich verunglückt. 

Der Todestag jährt sich heute zum 10. Mal! Grund genug hier zu bleiben – nicht wahr?

Priska und Hans haben mich auf meiner Reise täglich begleitet. Durch meinen Blog waren beide immer voll informiert. Ich bin glücklich, dass wir immer noch diese mir wichtige Freundschaft pflegen.

Morgen früh werde ich dann weiter radeln, es geht über das verschneite Obertauern dann nach Radstadt, wo ich mich mit einem Kumpel treffen werde. Er wird mich dann nach Hause begleiten.


Schloss Moosham im Lungau

Die Katschberghöhe ist erreicht


Christiane, die Freundin von meinem Freund Hannes und Mutter ihres gemeinsamen Kindes mit mir beim Reden. Genau 10 Jahre haben wir uns nicht mehr gesehen. Einfach nur schön!

7.10.2017

Tarvisio – Gmünd in Kärnten


Als ich heute früh um 8:30 Uhr zum Frühstück ging, wagte ich einen Schritt nach draußen an die frische Luft. Noch vor ein paar Tagen hatte ich um die 30 Grad zu ertragen, und jetzt sehe ich und spüre ich den ersten Raureif in diesem Herbst. Das heißt für mich einfach nur Zeit lassen.

Um kurz vor 10 Uhr, wollte ich gerade meinen Drahtesel fahrbereit machen….wieder ein Plattfuß. Ab ins nächste Fahrradgeschäft, denn jetzt muss ich mir einen neuen Schlauch kaufen. Als ich im Fahrradladen ankam, sperrte der Chef gerade auf. Wir demontierten das Hinterrad und ich fand sofort den Übeltäter, ein eingefahrener Dorn, ein übles Mitbringsel aus good old Griechenland. 

Schließlich konnte ich um 10:30 Uhr endlich losfahren, mit langer Hose, Softshelljacke und man mag es nicht glauben mit awinterhandschuhen. Ja, so ist es, wenn man lange genug unterwegs ist. Gestartet im Winter und heimgekommen im Winter – so wird es wohl sein!

Diese „Via Alpe Adria“ ist ein super schöner Fahrradweg über die Alpen. Eine Alpenüberquerung für die nicht so ambitionierten Fahrradreisenden, tolle Landschaft, Südalpenklima, schöne Lokale und gutes Essen, so soll’s doch sein, nicht wahr? Mir macht es bisher super Spaß, zumal ich ein Fan von Kärnten bin. 

Also radelte ich fast ausschließlich auf Radwegen ohne Autos und genoss diese wunderbare Ruhe und den letzten Sonnenschein, bevor ich ins nebelige Regensburg eintauche. Es ging nach Villach, von dort aus nach Spital an der Drau, und schließlich nach Gmünd in Kärnten. Hier in Gmünd lernte ich auf einer Veranstaltung den ehemaligen Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider kennen. Er war ein smarter Politiker, geliebt in Kärnten, aber halt nicht mein Fall.


Alter Bahnhof von Tarvisio


Kirchturmspitze über herbstlichem Farbenspiel


Buschenschänke


Fähre über Drau


Künstlerstadt Gmünd

6.10.2017

Gemona – Tarvisio


Das Abendessen war gestern Spitzenklasse, so wie man sich das Essen in Italien vorstell. Ja, war das gut, ich kann es gar nicht beschreiben, denn alleine bei dem Gedanken an dieses Essen lässt mir das Wasser im Mund zusammen laufen. 

Allerdings habe ich seit heute früh tatsächlich Leichte Halsschmerzen, und habe das Gefühl nun endgültig krank zu werden. Ein Wunder wäre es ja nicht, wenn ich die Klimaanlage auf der Fähre denke. 

Als ich dann nach dem guten Frühstück bei der Post meine beiden Satteltaschen nach Hause schicken wollte, hätte es mich beinahe an Ort und Stelle flachgelegt, als ich hörte, dass die überaus reizende Dame tatsächlich pro Tasche 50 € kassieren wollte. Mit meinem bruchstückhaftem Italienisch konnte ich ihr erklären, dass ich lediglich 2 Pakete nach Deutschland schicken wollte, und die italienische Post übernehmen wollte. Ich nahm also meine 2 Satteltaschen wieder zurück, und fuhr dann weiter. Diese ganze Aktion mit Warten am Schalter dauerte eine ganze Stunde. 

Von Gemona nimmt man den Fahrradweg Richtung Salzburg, die „Via Alpe-Adria“, benannt nach dieser berühmten Bank, die die bayerische Staatsregierung zu einem „Schäppchenpreis“ erwerben konnte. Ich habe allen Respekt vor den Kärntnern, die es doch geschafft haben, unsere gscheiden Politiker derartig zu bescheissen!

Die Via Alpe-Adria ist eine aufgelassene Zugstrecke Richtung Villach, und steigt stetig aber sehr moderat an bis auf ein Höhe von rund 820 Meter über Meereshöhe. Wieder einmal hatte ich mit stark böigem Wind zu kämpfen, und zwar kommt jetzt dieser kalte Nordwind. Gestartet bin ich heute mit kurzer Hose, und meiner Softshellweste, die ich dann aber später gegen die langärmlige eintauschen musste. Es wurde wirklich kalt – entsetzlich. Seit Monaten laufe ich mit kurzer Hose rum, das scheint jetzt endgültig beendet zu sein. 

Eigentlich wollte ich mit dem Rad über den Nassfeldpass fahren, doch ich war dummerweise etwas zu spät in Pontebba. Erst von dort geht es auf den Pass. Ich wäre Gefahr gelaufen in die Dunkelheit zu geraten, also blieb ich auf der Fahrradstrecke nach Villach. 70 Kilometer waren heute genug, gegen böigen Wind und halt bergauf. In Tarvisio fand ich nun ein Hotel, sitze jetzt, dick angezogen auf einer Terasse, und trinke mein obligatorisches Bier. Die Sonne wärmt mich einigermaßen auf, doch hat es momentan nur 12 Grad. Ich muss mich jetzt wohl oder übel geistig und emotional auf den Winter einstellen. Der Wetterbericht schaut richtig cool aus. Es soll hier Nachtfrost geben, und ab Mittag sollen die Temperaturen dann zweistellig werden. Das heißt, über 10 Grad!

Herbstliche Farben in noch grüner Umgebung!

Ohne Worte

Ein Radlfahrer beim verdienten Cappuccino!

Alte Eisenbahnbrücke – jetzt Teil der Via Alpe Adria

Eine spektakuläre Wegführung durch die julischen und karnischen Alpen!


Das Kanaltal

5.10.2017

San Donà di Piave – Gemona

Um 7 Uhr früh würde ich heute relativ penetrant geweckt, und zwar von meinem Handy Wecker. Den habe ich gestern ganz bewusst gestellt, weil ich damit schon gerechnet habe, dass ich nicht so schnell wach werde. Ich bin gestern während des hinlegens schon eingeschlafen, glaube ich zumindest. Also bin ich heute nach einem opulenten für Italien untypischen Frühstück wieder auf meinen Drahtesel gestiegen, um dann nach Udine zu kommen. Nach dem ich aber gut unterwegs war, habe ich mich entschieden weiter zu fahren und zwar nach Gemona, das waren dann insgesamt 107 Kilometer. Das Wetter war heute ziemlich bescheiden, es hatte bis Mittag dichten Nebel, mit einer Sichtweite von 50 Meter. Damit ich überhaupt gesehen werde, habe ich dann meine Stirnlampe hinten am Gepäckträger montiert. Das ist zwar kein Rücklicht, aber es ist so hell, dass mich jeder sehen muss. Erst ab Mittag konnte ich das Licht dann ausschalten. Morgen soll es übrigens dann besser werden, Sonne und Temperaturen bis 20 Grad.

Auf dem Schiff hat mir noch ein Venezianer erzählt, dass es hier viele unangenehme Mücken gäbe, und so ist es auch. Ich würde heute bedingt durch den massiven Angriff von Mücken und sonstigem Ungeziefer gezwungen, ausschließlich durch die Nase zu atmen. Ansonsten wird man automatisch zum Insektenfresser um funktioniert. Und da ist mir ein ordentlicher Schweinsbraten schon wesentlich lieber. 

Morgen werde ich dann meine beiden Satteltaschen mit der Post nach Hause schicken, sodass ich mein Gewicht deutlich reduzieren kann, sodass ich mich in den Bergen wesentlich leichter tun werde. Ich werde zunächst nach Pontebba fahren, und dann geht es über den Nassfeldpass nach Österreich, und zwar irgendwo in die Gegend von Hermagor. Übermorgen  weiter Richtung Villach, von dort aus habe ich dann mehrere Optionen. 

Ein nebliger Tag ohne Bilder geht zu Ende!