7. Juni 2019

Siena – Barberino di Mugello

Siena ist für mich immer wieder schön, es tummeln sich viele junge Leute hier, und die Stimmung auf dem Campo ist dementsprechend gut. Das letzte Mal, dass ich hier war ist gute 10 Jahre her, es hat sich scheinbar gar nichts verändert.

Mein Hotel, mitten in der Stadt war schon mehr als gewöhnungsbedürftig, die Zimmer wunderschön eingerichtet, die Treppen alt und steil. Das Frühstück, wenn man das überhaupt so titulieren kann, musste man in einem Kellerloch einnehmen. Das ist ja fast schon freakig.

Ich kam erst um 9 Uhr weg, zahlen und mein Fahrrad holen, das irgendwo in einer Garage 300 Meter entfernt untergestellt war. Für die ersten 5 Kilometer benötigte ich 40 Minuten. Immer wieder anhalten, google maps checken dann weiterfahren, bis man die Stadt verlassen hat.

Es lief gut heute, es ging immer leicht bergab, bis ich dann in Empoli beschlossen habe, doch nach Florenz zu fahren – mit dem Zug.

Nach eineinhalb Stunden wollte ich nur noch raus, da waren so viele Menschen, einfach unerträglich. Wie halten das die Einheimischen bloß aus? Diese Stadt ist wunderschön, ich war sicherlich auch schon 3 Mal hier, aber diese Touristenströme und Menschenmassen sind untragbar.

Weiter ging es in der Mittagssonne nach Prato und dann wieder steil bergauf über den Apennin Richtung Bologna. Endlich wieder raus aus der Stadt, frische Luft schnappen, und die Natur genießen.

Menschenmassen in der Herde
zerstören unsere schöne Erde.

© Horst Reiner Menzel

(*1938), Aphoristiker

Gerade habe ich gelesen, dass die Grünen in den Umfragen nun knapp vor den Konservativen in Deutschland liegen. Die Jugend wählt heute grün, sicherlich kein schlechte Wahl, doch haben die Grünen zumindest im Moment in der Wirtschaft und auf dem internationalen Parkett nicht viel verloren.

Aus meiner Sicht sollte der Umweltschutz ins Grundgesetz mit aufgenommen werden. Die Klimakatastrophe kommt schnell näher, und wenn ich mir diesen Touristenwahnsinn anschaue, dann kann das nur in die Hose gehen. Es ist blanker Unsinn, dass man für 30 € nach Rom fliegen kann. Kerosin muss einfach sinnvoll besteuert werden – in ganz Europa.

Der heutige Tag war für mich eher unspektakulär, aber nicht erkenntnislos. Siehe oben!

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Burg im Spinnennetz!

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Pensione Pendini – da war ich vor 40 Jahren

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ohne Worte

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auf gehts in den Apennin

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Die heutige Route

Ein Gedanke zu “7. Juni 2019

  1. Hecht Georg 7. Juni 2019 / 21:27

    Lieber Alois Weger,
    ich verfolge deinen täglichen Blog mit Interesse und bewundere dich, das du auch bei Regen und wiedrigen Verhältnissen, deine Tour durchziehst.
    Deine heutige Äußerung über Massentourismus, Billigflüge und Keossin Besteuerung kann ich voll unterstützen und sprechen mit voll aus dem Herzen.
    Haben denn die Leute kein Umweltbewustsein, wenn sie stolz verkünden, das sie für 100 Euro ein paar Tage nach Dubai geflogen sind, oder nach England fliegen um ein zweitklassiges Fußballspiel zu sehen. Da platzt mir fast der Kragen!!!
    Liebe Grüße aus Roding
    Schorsch

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