19.6.2017

Kirkenes (Norwegen) – Porotila Toini Sanila (Finnland)


An und für sich bräuchte ich nicht mehr schreiben, dass ich am Vorabend Spaß hatte, denn das ist fast jeden Tag der Fall. Und eben gestern auch. Als ich mir gegen 18 Uhr ein Bier genehmigen wollte, stand eine Dame vor mir an der Theke und bestellte „one Weißbier please“, in perfektem Englisch allerdings war diese leichte bayerische Akzent deutlich zu hören. 

2 Regensburger, welche Überraschung! 

Nach dem Essen trafen wir uns nochmals an der Theke, und ich würde sogar auf ein Bier eingeladen. Ja, es war ein netter Abend, denn wir haben natürlich viele gemeinsame Bekannte. Als die beiden dann ins Bett gingen, kaufte ich mir in der Panorama Bar nochmal ein Bier, und wartete bis sich die Menschen in ihre Kajüten zurückzogen. Dann Porotila konnte ich mich auf der Couch erst ausbreiten.

 

Mein Schlafplatz 

Das Frühstück an Bord war super, mit allem was das Herz begehrt. Ich habe so viel gegessen, dass ich tagsüber keinen Hunger bekam. Um 9:30 Uhr musste ich dann wieder in die Pedale treten. Der Wetterbericht sagte für heute Nachmittag Dauerregen voraus, das wollte ich definitiv nicht erleben. 

Um 13 Uhr begann es dann zu regnen, und im Laufe des Nachmittags wurde der Regen immer stärker und die Temperatur viel bis auf 5 oder 6 Grad. Das Hotel, in dem ich schlafen wollte, gibt es nicht mehr, also 20 Kolometer weiter fahren, und das bei diesem „Scheisswetter“. So schön es die letzten 2 Wochen war, so bescheiden ist es heute, und ebenfalls für die nächsten Tage prognostiziert.

Eine alte Freundin hat mal gesagt, stell dir vor, man könnte das Wetter kaufen, dann würden es die Reichen bestimmen. Und es gäbe mit Sicherheit Wetterkriege.

Da muss man durch, das hilft nichts. An meinem Körper war heute nichts mehr trocken als ich an meiner Über booking.com gebuchten Hütte ankam, und ich war richtig unterkühlt. Die Chefin zeigte mir  meine Hütte, und die vorgeheizte Sauna, die ich unverzüglich frequentierte. Jetzt geht es wieder besser. Zum Essen gibt es wohl Rentier, und scheinbar ein Süppchen.

Diese 5 Wochen Norwegen mit dem Rad haben mich von diesem Land und seiner Natur mehr als überzeugt. Die Menschen sind sehr hilfsbereit, und mit der Natur verbunden, ich habe es hier genossen. Und jetzt bin ich in Finnland. Da bin ich gespannt. 

Mitternachtssonne auf Deck 7

Grenzübergang nach Finnland in die EU

Schneeschmelze 

Blick auf meinen letzten Fjord mit einer Träne in den Augen

2 Gedanken zu “19.6.2017

  1. Konrad Mundt 20. Juni 2017 / 13:27

    Gratuliere, heute Nordkap-Bericht von Wanner in der MZ.

    Auf der Rücktour nach Venedig treffen wir uns bitte hier in der Nähe.

    Konrad Mundt

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    • Biker und Speaker 20. Juni 2017 / 13:30

      Servus Konrad,

      Das mache ich gerne. Der Artikel von Helmut Wanner ist wieder einmal authentisch, freundschaftlich und trifft es sehr gut.

      Viele Grüße aus dem eiskalten und verregneten Nordfinnland.

      Alois

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