15.7.2017

Haapsalu – Pärnu


Gestern Abend haben Horst und ich besprochen, wieder getrennte Wege zu gehen. Er ist ein Frühaufsteher und möchte Kilometer schruppen, ich bin ein Langschläfer, und interessiere mich für die Kultur und Geschichte. Mir machen auch 100 Kilometer und mehr keinen Spaß. Es ist schade, denn ansonsten haben wir den selben Humor, und beide sind wir Kämpfer.

Dort in Haapsalu war gestern der Bär los. Aus allen Richtungen kamen alte amerikanische Schlitten zu einem Treffen genau hier in diesem Ort. Die Innenstadt war gesperrt, und alle Menschen flanierten durch die Straßen. Wir beide saßen in einem Lokal am Straßenrand, und beobachteten das Treiben. 

Der Campingplatz war eher suboptimal, die sanitären Anlagen möchte ich nicht beschreiben.

Jedenfalls startete ich heute früh um 08:30 Uhr, kaufte mir an der Tanke noch eine Tasse Kaffee, und dann ging es los. Ich wollte heute nach Pärnu. 

Ziemlich in der Mitten zwischen Start und Ziel, liegt der Ort Lihula. Hier gibt es eine alte Bischofsburgruine zu besichtigen, die im Jahre 1220 vom schwedischen König Johann Sverkersson erobert. Als ich von der Ferne diesen Turm sah, dachte ich mir sofort, da muss ich hin. Das muss ein Hungerturm sein. Allerdings war ich in dem Irrglauben, dass man in einem Hungerturm etwas zu Essen bekommen müsste, nein, da kommt man aus Diätgründen hin.


7% Steigung auf eine Länge von 300 Meter zum „Hungerturm“

Kirche von Lihula

Kleines Theater – großer Hungerturm

Nach weiteren 55 Kilometern kam ich jetzt am Campingplatz, kurz vor Pärnu an. Die Stadt werde ich morgen früh besichtigen, dann es weiter Richtung Riga.

Paintball neben dem Campingplatz – der Pazifismus im Vormarsch

Freakshow