12.8.2017

Forst – Rothenburg/Neiße 


Ich hatte gestern das Gefühl, dass ich leichtes Fieber habe. Auch Krämpfe im Bauch quälten mich beim Radeln. Nachdem das Wetter auch schlecht war, beschloss ich also, mir ein Zimmer zu suchen. Das war dann diese Pension, das Einzelzimmer zum Preis von 35 € inclusive einem reichlichen Frühstücksbüffet, da kann man nicht meckern. Der Inhaber, ein 74-jähriger Sachse, zeigte mir mein Zimmer, mit einem riesigen Badezimmer, mit Dusche und Badewanne. Allerdings hat er den Stöpsel aus der Badewanne entfernt, damit sich die Radfahrer nicht baden können, denn der Wasserverbrauch ist einfach zu teuer. Das habe ich nun auch noch nicht erlebt. Ich möchte schon sagen, dass der Typ unheimlich freundlich war, aber das Kaninchen beim besten Willen nicht verstehen. 

Um 20 Uhr war ich im Bett, dick eingepackt, sodass ich heute früh zwar mit leichten Bauchschmerzen aber ansonsten einigermaßen fit weiterfahren konnte. Ich ließ mir zuerst mal richtig Zeit. Immer am Neiße Radweg entlang zieht sich der Weg nach Görlitz ganz schön in die Länge. Die Lokale auf der Strecke waren meistens geschlossen, was ich nicht verstehen kann. Es sind doch viele Radfahrer unterwegs. Der Himmel war bedeckt, und ab und zu regnete es. 
Das Radfahren an den Flüssen wird jetzt langsam langweilig und monoton, ich freue mich jetzt schon auf bergiges Gelände. Zunächst ins Riesengebirge, durch Böhmen, ein paar Berge im bayerischen Wald dann nach Oberösterreich, so ist der Plan.

Heute würde ich gefragt, wie ich das aushalte, jeden Tag aufs Fahrrad, jeden Tag ein neues Bett, jeden Tag auspacken und wieder einpacken und jeden Tag aufs neue sich selbst motivieren. Das war gerade beim Abendessen. Ich erzählte den Leuten wie das funktioniert, wie ich funktioniere, und wie Motivation, Spaß und Freude mit Nachhaltigkeit zusammenhängen. Eben genau so wie im richtigen Leben. Macht der Job Spaß, wird man darin Erfolg haben und nicht scheitern. Andere Menschen zu motivieren ist auch meine Stärke – das weiß ich! Allerdings auch nur wenn es mir selbst Spaß macht. 

Nachhaltigkeit ist einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren. 

Und jetzt kommt der wichtigste Punkt! 

Man braucht ein Ziel, es muss erreichbar sein, es muss aber hoch gesteckt sein. Ohne Ziel wird man sich in der heutigen Zeit verirren und planlos ins Nirvana abdriften. 

Wir brauchen den Erfolg, nicht weil unser System so ist, nein, weil uns das die Evolution so vorgegeben hat. Der Schwache und Ziellose wird vom Starken und vom Strategen gefressen!

Ich war bei der Unterhaltung voll in Fährt, und die 3 Ehepaare hörten mir gespannt zu. Die Chefin des Hotels in dem ich etwas zu essen bekam, war mir bei der Zimmersuche behilflich. Ich bin jetzt in der Cuba Pension in Rothenburg. Die Pension heißt so, weil die Chefin Cubanerin ist. 

Morgen werde ich nach Görlitz fahren, und mir die Stadt anschauen. 


Fachwerkkirche in Pechern – wunderschön und einfach, aber leider geschlossen


Meine gestrige Pension, daneben Spuren des Sozialismus

2 Gedanken zu “12.8.2017

  1. Josef Etzelstorfer 14. August 2017 / 9:30

    Grüss Dich Alois!

    Gratuliere Dir zu Deiner extremen Radtour durch Europa,ich verfolge fast immer Deine Blogs lese im heutigen das Du auch Oberösterreich querst-schade ist das ich ab morgen eine Radtour ins Regensburger Land dabei den 5Flüsse Radweg und nach Bamberg radle.
    Für Deine weitere Fahrt wünsche ich Dir das Du Gesund bleibst und unfallfrei nach Regensburg zurückkehrst.

    lg Sepp

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    • Biker und Speaker 14. August 2017 / 10:00

      Servus Sepp, schön, dass du dich meldest. Ich wünsche dir viel Spaß, und hoffe, dass wir uns bald wieder treffen . Viele Grüße Alois

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