5.09.2017

Bratislava – Györ


Die Pension gestern war offensichtlich so gut, dass ich ihr Vertrauen schenkte. Das Essen war tadellos, das muss ich schon sagen, das Zimmer war geräumig, das Bad auch sauber, aber die Wände waren derartig hellhörig, dass ich um 2 Uhr Nachts immer noch wach im Bett lag. Schlaflose Nächte kenne ich zu hauf, allerdings aus anderen Gründen. Das ist für mich furchtbar. Um 6 Uhr war ich wieder wach und sehnte einen tiefen Schlaf herbei.

Nichtsdestotrotz war ich um 8:30 Uhr zwar nicht auf der Matte, aber auf dem Sattel. Und es ging heute dahin. 68 Kilometer mit einem sagenhaften Anstieg von 40 Metern waren bei dem mir heute wohlgesonnen es Rückenwind eine wahre Freude. Ich habe mich ja gestern etwas umorientiert, das heißt, ich fahre jetzt nicht auf dem Eurovelo 13 weiter, sondern nehme die Alternativroute, den Eurovelo 6. Das ist der Donauradweg. Irgendwo in Serbien oder Bulgarien werde ich dann rechts abbiegen, und dann ins spätsommerliche Griechenland fahren. Das wird sicherlich noch ein heißer Ritt werden. 

Heute bin ich eben in Györ, auf deutsch Raab gelandet. Die Stadt ist voll in deutscher Hand, vielmehr in bayerischer Hand, denn hier befindet sich ein großes AUDI Werk. Ich war schon oft hier, allerdings immer geschäftlich, denn ich habe hier einen Kunden, der mir sehr viele Maschinen abgekauft hat. Andrew ist gebürtiger Schotte, und dementsprechend ein cooler Typ. Die Geschäftsbeziehung wurde in eine freundschaftliche Beziehung geführt.

Im Übrigen schlafe ich wie immer im Hotel Klastrom, einem ehemaligen Karmeliterkloster, in dem schon viele Berühmtheiten waren, wie zum Beispiel Otto von Habsburg aber auch Papst Johannes Paul II. 

UND ICH!

Obwohl ich sicherlich heute nicht um 22 Uhr im Bett liegen werde, geht es bei mir morgen früh zeitig los. Mindestens 100 Kilometer sind mein Tagessoll, will ich am Sonntag doch am Sonntag bei einem Freund in Südungarn aufschlagen – oder einschlagen.

Man sagt, ich sei wie das schlechte Wetter, denn ich komme immer wieder.

Das war’s für heute, so long and enjoy it!

Ein Gedanke zu “5.09.2017

  1. Rainer Maria Kaetsch 6. September 2017 / 11:22

    Lieber Alois,

    ich weiß von Deiner Beziehung zu Deiner Mutter, dennoch bleibt eine Mutter immer eine Mutter, egal wie angespannt das Verhältnis ist. Ich habe es wieder von meinem Neffen – Michael – der in Nizza wohnt gehört. Seine Mutter, die Frau meines Bruders ist hat „Spezial“. Ich denke an Dich und weiß wie es schmerzt.

    Wer hält jetzt Eure Familie zusammen?

    Da ich aus dem Urlaub zurück bin, werden wieder Deine Blogs täglich gelesen und an Andrea und dem Doc weitergeleitet. Ich wünsche Dir weiterhin eine Gute Zeit und ….. bleib wie Du bist.

    Rainer Maria

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