04.05.2017

Newry – Belfast – Cairnryan (Schottland)


So schnell kanns gehen, kaum ist man in Irland und hat sich mit dem Land angefreundet, und  schon ist man wieder weg. Ich befinde mich jetzt auf dem Fährschiff von Belfast nach Cairnryan – wie man das wieder ausspricht, keine Ahnung – bei starkem Gegenwind und Sonnenschein. 

Heute ging es früh weg in Richtung Belfast, die letzten 30 Kilometer nahm ich wieder den Zug. Ich hatte entweder einen Flug, oder die Fähre zu buchen, und dazu benötigt man hier die Touristeninformation, das Busbüro und das Büro von Easyjet am Flughafen. Ich bin mindestens 30 km mit dem Rad durch Belfast gefahren. In diesen großen Städten fühle ich mich immer unwohl mit dem Rad, diese Menschenmassen in den Fußgängerzonen versuche ich wenn möglich zu meiden. 

Nachdem der Flug viel zu teuer und aufwändig ist, habe ich mich entschlossen mit der Fähre zu fahren, genauer gesagt mit dem Bus. Am Busbahnhof teilte man mir mit, dass es schwierig sei, einen Platz im Bus zu bekommen, es gäbe nämlich nur zwei. Ich meinte, wenn er nachsehen würde, dann wüssten wir, ob es schon Reservierungen gäbe, und ich könnte unter der Voraussetzung, dass noch ein Platz frei wäre, ja diesen freien Platz belegen. Das würde eben nicht gehen, war nun die desinteressierte Antwort des nordirischen Briten.

Wo ist die Anlegestelle der Fähre? Das erklärte er mir nun ganz genau, und da bin ich jetzt. Morgen geht es dann weiter nach Glasgow, wo ich mir wieder Kartenmaterial für die Weiterreise besorgen muss. Vielleicht werde ich heute das Zelt aufschlagen, wir werden sehen.

Als ich durch Belfast radelte, konnte ich mir nicht vorstellen, dass erst im Jahr 1998 ein Friedensvertrag mit dem Namen „Karfreitagsabkommen“ geschlossen wurde, in einem Krieg zwischen Protestanten und Katholiken, zwischen Königstreuen Briten, und freiheitlichen Iren. Irland wurde immer durch die Briten unterdrückt. Stimmen behaupten, dass die Briten während der großen Hungersnöte zwischen 1845 und 1849 ganz bewusst die Maßnahmen zur Bekämpfung des Hungers verschleppten. Nach dem ersten Weltkrieg, zwischen 1919 und 1921 tobte hier ein blutiger Bürgerkrieg, der dann zur Unabhängigkeit führte.

Es geht wohl immer nur um Geld und Macht!

Ich bin gespannt, auf was ich mich in Schottland einstellen muss. 


Mein Schiff in Belfast – liegt vor dem Titanic Viertel

In Belfast wurden um die Jahrhundertwende die größten Schiffe der Welt gebaut, weshalb sich das UK ungern von Irland trennte. Die Titanic jedenfalls wurde hier produziert. Sicher ist man stolz darauf.


Pulsierendes Leben in Belfast


Der Käptain bei der Arbeit


Schottland 

Morgen gehts nach Glasgow! 

2 Gedanken zu “04.05.2017

  1. Hans-Christian Wagner | H.C. WAGNERs BUREAU 4. Mai 2017 / 19:51

    Hallo Alois!

    Das Dultbier ist angezapft 😉

    H.C.

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  2. Heiner Berr 4. Mai 2017 / 19:52

    Hi Alois,

    es geht nicht nur um Macht und Geld, manchmal auch um den Radiosender.

    Gestern haben sich 2 meiner lieben Mitarbeiter geprügelt, weil sie sich nicht auf einen gemeinsamen Musiksender in der Halle einigen konnten.

    Gruss aus der thüringischen Heimat! Pumukl

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