15.05.2017

Oslo


Als ich gestern am Bahnhof in Oslo ankam, würde ich mehr als herzlich von Stephan Röhrl begrüßt. Ein Lächeln gewinnt halt immer. Er ist der Cousin vom Möbelspediteur Peter Röhrl, der ein alter Freund ist von mir. Über ihn gab es auch einen netten und interessanten Artikel in der Mittelbayerischen Zeitung“, in der ihn kein geringerer als Helmut Wanner als einen „Beau“ beschreibt. Für sein Alter schaut er nicht schlecht aus, das möchte ich schon zugeben, aber gleich „Beau“…..

Ich bin aber nicht beim Röhrl Peter, ich bin beim Röhrl Stefan in Oslo, der mich zuerst am Bahnhof und dann in seinem Haus herzlichst willkommen hieß, als wären wir die ältesten Freunde. Das ist nicht selbstverständlich, das weiß ich und das schätze ich. 

Als erstes fuhren wir auf den Fußballplatz, um einem der Jungs beim Fußballspiel zuzuschauen. Danach holten wir den Zweiten bei einem Freund ab, und dann ging es nach Hause. Stephan heizte schon am Samstag seinen Badezuber im Garten ein, damit er am Sonntag heiß ist. 2500 Liter Wasser wollen schon geheitzt werden. Das macht er ab und zu, wenn Gäste kommen, und die Zeit vorhanden ist.  Wir saßen sicher 2 Stunden im Bad, und unterhielten uns über Gott und die Welt, was ihn dazu bewegt hat, nach einer Station in Schweden nach Oslo zu gehen, und das wohl für immer. 


Er ist ein Bayer aus Regensburg, betont er ganz deutlich. Wir sind uns einig, dass wir in Bayern, speziell in Regensburg in der heilen Welt leben. Wir sollten mehr über den Tellerrand hinausschauen, und die Vielseitigkeit der Welt versuchen kennenzulernen.

Es geht uns einfach unglaublich gut!

Stephan ist genauso wie der Physiker Prof. Alex Lenz aus meiner Sicht ein total durchstrukturierter Mensch, der mit Disziplin nicht nur sein Studium durchgezogen hat, sondern auch noch mit den Judokas aus Abensberg „deutscher Meister“ wurde. Abgesehen davon, sind sie ganz gute und langjährige  Freunde. Zu diesem Freundeskreis gehören natürlich auch Martin Wunike, Geschäftsführer der MZ und „Ehemaliger des Original Fliegenden Zirkus“, und auch Dr. Stefan Oster, Bischof in Passau, ebenfalls ein super Sportler, und ein „blitzgescheiter“ Mensch. So schließen sich die Kreise zwischen der Physik, der Medizin dem Buisiness und der Philosophie. 

Dazwischen der „Weger Alois“, der Verkäufer….

Wenn mir ein Freund in meiner Stammkneipe  Oma Plüsch die Frage gestellt hat, trinken wir noch ein Bier, dann sagte ich, geht nicht, weil ich kurz vor meinen Klausuren stehe und lernen muss. Komm, eines trinken wir noch, und der Damm war gebrochen. Ich war einfach leicht zu überreden.

Das sind die Unterschiede!

Ich fühle mich sehr wohl hier in Oslo, denn die Stadt sieht sehr gut aus, obwohl es heute eher regnerisch ist. 

Eine Stadt kann man erst kennenlernen, wenn man sie versteht, und das geht nur wenn man auch in ihr lebt. 

Ich kann mir vorstellen, dass das hier schon lebenswert ist. Das Meer ist vor der Tür, und der Holmenkolm liegt am Stadtrand. 

 

4 Gedanken zu “15.05.2017

  1. Maxl 16. Mai 2017 / 0:49

    Lieber Alois, vielleicht bist Du ja noch wach an Deinem Geburtstag. Alles alles Gute, viel Gesundheit, Glück…… und was Du Dir sonst noch wünscht. Sicher hast Du heute/gestern ein wenig gefeiert, und vielleicht auch das eine oder andere Glas dabei getrunken, so wie in der Oma vorm Examen😊. Wann geht’s denn wieder weiter? Wenn man Skandinavien mal genauer auf der Karte anschaut, muß man feststellen, daß das doch ganz schön weit ist bis zum Nordkap rauf. Das ist man ja schon durch mehr als halb Europa, wenn man die Entfernung vergleicht. Ich beneide Dich schon ein wenig, daß Du Dich auf den Weg gemacht hast – ein wenig verrückt aber cool. Ich würde das nicht so einfach schaffen einfach mal weg zu sein. Da mache ich mir viel zu viele Gedanken. Ich denke schon länger über 4 Wochen Australien oder Neuseeland nach, alleine einfach mit dem Rucksack. Man denkt halt immer, daß das nicht so einfach ist, weil man unentbehrlich ist – Familie, Betrieb….. Naja, vielleicht bin ich ja irgendwann doch so weit, daß ich es mache. Jetzt muß ich erst mal schauen, daß die Bude in Hagelstadt fertig wird, damit sich Susi dort wieder wohl fühlen kann, und Du uns irgendwann nach Deiner Rückkehr nach einem guten Essen bei einem gute Glas Bordeaux vorm Schwedenofen über Deine Erlebnisse erzählst. Lieber Alois, ch wünsch Dir viel Spaß in Norwegen, wenn Du Dich wieder auf Dein Bike schwingst. LG bis bald! Maxl p.s. Du könntest mal a bisserl in die Sonne gehen. Du bist ganz schön kasig. Da bin ich Gott sei Dank nicht alleine.

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  2. Röhrl Peter 16. Mai 2017 / 9:50

    Servus Alois,

    ihr zwei könntet der Frisur nach Brüder sein.! Der Stephan hat die original „Röhrl Frisur“. Aber du solltest a bisserl in die Sonne gehen. A gewisse Bräune dat net schaaaadn! In dem Zuber hält es sich ganz gut aus. Ich kenn des von Lappland vom Motorschlitten fahren. Da sind wir jeden Abend bei ein oder zwei Bierchen oder „Finish white wine“ drin gesessen und haben uns aufgewärmt.

    Und das bei minus 30 Grad. Mei, war des scheee!!! Ich hab mich über deinen Anruf total gefreut und auch das du dich mit Stephan getroffen hast. Er weiß immer viel zu erzählen und ist im Herzen ein Regensburger geblieben. Genieß noch die Tage bei Stephan, bevor du dich wieder auf den weiteren Weg machst. Wenn du in Finnland in Lappland bist, google mal Harriniva, das ist bei Rovaniemi, da ist ein Schlittenhundcamp und eine Basis für Motorschlitten. Chef ist da damals ein gewisser Köpi gewesen, falls es ihn noch gibt sag ihm einen schönen Gruß

    Von den crazy Germans aus Regensburg.

    Weiterhin gute Fahrt,

    machs gut Peter

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  3. Norbert Zeise 16. Mai 2017 / 10:38

    Servus Alois,
    habe gestern abend den Stadler Christian getroffen und erfahren was Du für schöne Reiseberichte verfasst.
    Würde auch gerne mitlesen.

    Liebe Grüße
    vom Norbert Zeise

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    • Biker und Speaker 16. Mai 2017 / 16:13

      Servus Norbert,
      Ich bin jetzt schon die 9. Woche unterwegs, fast jeden Tag auf dem Bike, von 09:30 bis 18 Uhr ungefähr. Abends bin ich meistens alleine. Das Tagebuch, welches ich schreibe, könnte man auch als Beschäftigungstherapie bezeichnen, aber auch die Verbindung heim. Jeder der mir schreibt, und mir wohl gesonnen ist, ist mehr als „Willkommen“, als Leser aber auch Kommentator.
      Viel Spaß und bis bald!
      Alois

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