16.05.2017

Oslo 2. Tag

Dr. Stephan Röhrl
Er ist der erste Röhrl in Norwegen erzählte er mir, Dr. Stephan Röhrl, und seine beiden Jungs, Alexander und Maximilian werden diesen Namen in Norwegen vermehren, wenn sie denn hier bleiben sollten. 2 super nette Burschen, sportlich, intelligent und höflich, so habe ich kennengelernt. Sie fragten mich ob ich „Watten“ könnte. Natürlich, ich bin ja fast ein Profi, zwinkerte ich Ihnen zu. Gestern habe ich Ihnen die erste Lehrstunde gegeben. Wenn das so weitergeht mit den Röhrls, wird „Watten“ In 200 oder 300 Jahren Volkskartenspiel in Norwegen, vielleicht sogar ganz Skandinavien werden. Das Schafkopfen möchten die beiden auch lernen, der Papa kann es nicht. Aber der Cousin Peter, der Möbelspediteur spielt regelmäßig, ob er es allerdings beherrscht, durfte ich noch nicht testen. 

Kary, die Ehefrau hat immer ein strahlendes Lächeln auf Lager. Mit einem sympathischen Lächeln wird man immer die Welt gewinnen.

Genauso Stephan, der forschende Mediziner in Oslo. Das ist seine 2. Heimat, was ich auch verstehen kann, so wie er mir die Stadt uns das Leben hier beschreibt. Ich hätte 2 mal die Chance gehabt ins Ausland zu gehen. Ich habe gekniffen, denn wahrscheinlich war ich der Stinkstiefel zu groß. Ich bereue es nicht, aber meinen Horizont hätten Auslandsaufenthalte deutlich vergrößert.

Der Stephan ist nicht nur ein anerkannter Mediziner, er ist Gitarrist und ehemaliger Hochleistungssportler – deutscher Mannschaftsmeister mit Abensberg als Judoka!

Wie bringt man das alles unter einen Hut, stelle ich mir die Frage, nur mit Zielstrebigkeit, Durchhaltevermögen und Fleiß. 

Der kürzeste Weg zwischen A und B ist die direkte Gerade, so interpretiere ich ihn.

Jeder Umweg kostet Zeit, Geld und Energie.

Sein Judoverein in Oslo ist letztes Jahr als bester Verein ausgezeichnet worden.

Als ich gestern im Training dabei sein durfte – er ist der Cheftrainer, Lizenz für Bundesliga – habe ich ihn genau beobachtet. Er steht nicht nur authentisch auf der Matte, nein er versucht die Menschen zu begeistern, für seinen Sport zu motivieren. Er macht voll mit, ist eh klar, und steht im Gleichgewicht auf der Matte. Den legt man nicht so schnell aufs Kreuz, denke ich mir. Und so scheint es in seinem Leben auch zu sein, das Gleichgewicht erkennt man beim Sport, in der Familie und sicherlich genauso im Beruf. 

Der 22. Juli 2011 war der schwärzeste Tag in seinem Leben, der Tag des Anschlags auf die Jugendlichen. Tag und Nacht war er in der Klinik und operierte. Die Trauerfeier mit den Angehörigen wird er wohl nie vergessen. Da läuft es mir, obwohl ich das nicht erlebt habe, eiskalt den Buckel runter. 

Gestern hatte ich Geburtstag, ich wurde geherzt, und bekam ein „Survivalset“ für die Norwegische Einsamkeit. Die Kinder sangen mir ein Ständchen.

Da stockte mir der Atem!

Habe ich diese Gastfreundschaft verdient?

5 Gedanken zu “16.05.2017

  1. franzl56 16. Mai 2017 / 22:48

    super. heut bin ich mal wieder rad gefahrn, 1 h und 25 km. reschpekt vor deiner leistung.

    franzl

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  2. Beate Knuth 17. Mai 2017 / 9:30

    Hallo Alois, es ist wirklich nett deine Reiseberichte zu lesen. Meinen Bruder Stephan und seine Familie hast du auch sehr gut beschrieben. Ich wünsche euch viel Spaß am heutigen Nationalfeiertag! Vielleicht triffst du ja noch jemand aus dem Königshaus in Oslo.

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    • Biker und Speaker 17. Mai 2017 / 9:41

      Wir werden gleich in die Stadt fahren. Morgen geht es weiter, die Tage hier waren super. Bis bald, Alois

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  3. Prof. Dr. Ulrich Gross 18. Mai 2017 / 19:05

    Hallo Alois, nachträglich alles Gute zu Deinem Geburtstag. Ich verfolge Deinen Weg mit großem Interesse und wünschte ich könnte Dich ein Stück begleiten. Radeln und fremde Länder sind meine Passion – das würde also super passen. Zur Zeit bin ich in Sibirien und dann in der kommenden Woche in Schweden!

    Ich wünsche Dir tolle Erlebnisse und viel Kondition. Genieße Norwegen, eines der schönsten Länder auf dieser Welt!

    Grüße aus Bernaul

    Uli

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    • Biker und Speaker 18. Mai 2017 / 19:09

      Lieber Uli,
      Es freut mich, dass du immer noch an meiner Reise teilnimmst. Nachdem ich das ganze Jahr unterwegs sein werde, habe ich immer die Möglichkeit, dich irgendwo aufzunehmen!
      Liebe Grüße
      Alois

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