26.6.2017

Kemijärvi Camping – Karhujärven Kelopitit


Heute früh sah es so aus, als würde es den ganzen Tag nur regnen, zumal es bis 7:30 Uhr in der Früh nur geschüttet hat. Auch der Wetterbericht verhieß nichts Gutes, abwechselnd Regen mit Starkregen und netter Gegenwind. Wir ließen uns also heute Zeit, und brachen erst um 10 Uhr auf, um in der Tourist Information nachzufragen, wie unsere Route aussehen werde, ob es Möglichkeiten zum Übernachten gäbe, Supermärkte auf der Strecke wären, also Fragen, die wir heute stellen, weil wir wissen wie dünn besiedelt dieses Land ist.

Wir trafen gestern Abend meinen alten „Freund“ Pavel, den Tretrollerfahrer aus Tschechien. Heute früh besuchten wir ihn am Campingplatz, dann erst fuhren wir zur Information, und in den Supermarkt. Dort heißt es Einkaufen für heute Abend und Morgen Früh, sowie für den Tag, denn so wie es aussieht, müssen wir wieder 70 oder 80 Kilometer strampeln um die Zivilisation zu erreichen.

Nach 31 Kilometer kam unverhofft eine Tankstelle, die wir auf der ausgesuchten Route nicht vermutet hatten. Erst jetzt stellten wir fest, dass wir einen leichten Umweg gefahren sind, allerdings, wären wir den vermeintlich richtigen Weg gefahren, hätten wir keine Freude gehabt. Das wäre nämlich ein sandiger, auch in der Ebene unfahrbarer Weg gewesen.

An der Tanke trafen wir einen Motorradfahrer mit Passauer Kennzeichen, und einem selbst gebauten Wohnanhänger. 

http://www.tommy-bergmann.de/

Nach weiteren 15 Kilometern überschritten wir würdevoll und mit  feuchten Augen den nördlichen Polarkreis, den „Arctic Circle“. Er befindet sich auf 66° 33′ 55″ nördlicher Breite!


Ich freue mich schon auf dunkle Nächte, denn erst dann werde ich Sternenhimmel wieder sehen können. Nach Helsinki werde ich wohl nur noch 1000 bis 1100 Kilometer zu fahren haben, und das immer in Richtung Süden, Sommer und Sonne. Das sind also noch maximal 14 Tage. 

Morgen fahren wir nach Kuusamo, bekannt als internationaler Wintersportort für Langlauf, Nordische Kombination und Skispringen. 

5 Gedanken zu “26.6.2017

  1. Heide Blume 26. Juni 2017 / 20:13

    Hallo, Alois,

    irgendwie kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass die finnisch-nordische, immer gleiche Landschaft nicht so ganz Ihre Vorliebe trifft, wozu natürlich auch das nasse und kalte Wetter gehört. 😉

    Für mich geht es morgen in die Finnmark, ich bin gespannt, aber in Norwegen gefiel es Ihnen ja auch weitaus besser.

    LG Heide Blume

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    • Biker und Speaker 26. Juni 2017 / 21:29

      Liebe Heide,
      So kann man das nicht sehen. Finnland hat sich mir nicht gerade von seiner schönsten Seite präsentiert. Darüberhinaus ist es schon sehr monoton durch diese unendlich wirkenden Wälder zu radeln. Da hat Norwegen schon viel viel mehr zu bieten. Man kann diese Länder in keiner Weise vergleichen, die Menschen sind überall freundlich und hilfsbereit.
      Bis bald
      Alois

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  2. Andreas Sczepan 27. Juni 2017 / 7:40

    Moin mein Freund,

    herzlichen Glückwunsch zum Überqueren des Polarkreises und weiterhin alles Gute, viel Kraft in den Beinen, besseres Wetter und eine Menge Bier.

    Bis bald Andreas >

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    • Biker und Speaker 27. Juni 2017 / 11:44

      Mein lieber Andreas,

      Wenn man eine derartige Reise tätigt, reduzieren sich die Ansprüche auf die Grundbedürfnisse des Lebens. Essen, Trinken und Schlafen. In meinem Fall kommt Radfahren erschwerend dazu.
      LG
      Alois

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  3. mundt pfatter 29. Juni 2017 / 9:07

    ich war 2001 über dem polarkreis per pkw bei rovanjemi. fa würth war schon da. dann weiter nach oulu welthauptstadt des holzteers. bis bald dahoam!

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