1.7.2017

Lentiiraun – Tulijärven Tuvat

Gestern musste ich mich leider von Horst verabschieden. Wir hatten viel Spaß, wir haben den gleichen Humor, einzig was nicht gepasst hat, war unsere Fahrgeschwindigkeit. Jetzt bin ich mit den beiden Südafrikanern, Karl und Nielen unterwegs. Sie wollten gemeinsam mit einem Freund durch Finnland radeln, was ich überhaupt nicht verstehen kann, denn da gibt es interessantere Radwege in Europa. Den Donauradweg, den Radweg an der Loire, es gibt den Moselradweg um nur ein paar zu nennen. Es ist einfach zu monoton, zu viel Wald und zu wenig Kultur und Architektur. Ich jedenfalls kann das verstehen.

Die Hütte gestern war gut, top eingerichtet und sauber, der Service allerdings ganz schlecht. Das ist hier in Finnland aber eher die Ausnahme.

Für den heutigen Tag haben wir lediglich eine Etappe von 58 Kilometer geplant, denn die nächste Unterkunft wird erst nach weiteren 70 Kilometern geben. Das sollte heute ein ruhiger Tag für eine Radtour sein. Und so war es auch, der Wind kam aus östlichen Richtungen, also eher von hinten als von vorne.

Wir 3 haben beschlossen zusammen zu bleiben, das senkt deutlich die Kosten und macht zudem auch wesentlich mehr Spaß. Kaum sind wir 4 Kilometer unterwegs gewesen, ging ich in die erste Bäckerei, die ich in Finnland gesehen habe. Um neun Uhr war die Bude brechen voll, und es wurde musiziert.

 
Nielen und Karl sagten belustigt, dies sei der erste Ansatz von Kultur in Finnland, was sie sie sehen bekamen. Das Land ist äußerst dünn besiedelt, was kann man hier erwarten?

Dann ging es endlich wieder weiter!


Wenn die Sonne scheint, sieht alles viel besser aus!

Es war einfach super zum Radeln, die Pace heute machte kein Geringerer als der Schreiber. Die beiden Jungs waren total überrascht, was mit heute los ist. Mir ging es einfach gut, der Schnitt lag sicher bei 23 km/h.

Noch vor 12 Uhr kamen wir in Kuhmo an, wo wir für heute und morgen unsere  Besorgungen machen konnten. Das sind jetzt nur noch 12 Kilometer, dann sind wir da wo wir hin wollten.

Die Inhaber dieser Hütten sind reizend, da fühlt man sich gleich zuhause, nicht so wie gestern. Die Hütte liegt am See, und wird massiv von Mücken penetriert. 


Das ist der erste Bauernhof, der wieder richtig Ackerbau betreibt. Ich denke, dass das Sommergerste ist, die verfüttert wird.

Ich hatte eine riesige Freude, endlich wieder Ackerland zu sehen!

Morgen werden wir wahrscheinlich um die 110 Kilometer zu fahren haben. Kein Supermarkt, keine Tanke, einfach wieder nichts – das wird uns morgen erwarten!

2 Gedanken zu “1.7.2017

  1. Andreas Sczepan 2. Juli 2017 / 10:58

    Gute Fahrt mein Lieber und viel Kraft auf die Pedale.

    Gruß Andreas

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