12.7.2017

Tallinn

Ich konnte gestern keine Fotos posten, weil ich abends in der Stadt unterwegs war, und das dafür nötige Kabel im Hotel lag. Das werde ich heute nachholen. 



Am Fährhafen von Helsinki! Aufpassen, deine Hände sind nass!

Nach ungefähr 2 Stunden, ich kanns nicht genau sagen, erreichte ich plötzlich und unerwartet die Hauptstadt von Estland, Tallinn. Das ist eine tolle Stadt, die ich gerne mit Regensburg vergleichen würde. Ich habe mir sofort eine Unterkunft gesucht, und bin dann unverzüglich in die Stadt marschiert, um einen Überblick zu bekommen. Zwischenzeitlich schrieb mir Horst eine SMS, dass er mit dem Zug unterwegs sei, und um 21:30 Uhr ankommen würde. 4 Halbe Bier gab es zu unserem Wiedersehen, denn wir hatten uns viel zu erzählen. Während ich ihm von der Begegnung mit den Eschenweckers aus Regensburg und dem Treffen mit Ida und Niko Botsch berichtete, also weniger vom Fahrradfahren, erzählte er mir ausführlich seine Abenteuer in Russland, über die miserablen Straßen, über die äußerst zurückhaltenden Russen, die kein Wort Englisch sprechen, aber auch über ein Wotka Gelage mit dem russischen Inhaber des Campingplatzes. Er meinte, dass ich das nicht ertragen hätte, in diesem Substandard. Die Bilder von Petersburg haben allerdings fast Postkartenniveau.

Mitternacht kamen wir ins Hostel zurück, lagen schon im Bett, als ein junger Russe das dritte Bett belegte. Er kam, sagte Hallo, Zug seine Jeans aus, legte sich hin, machte die Augen zu, und begann zu schnarchen. Heute früh wachte er auf, zog seine Hose an, und verschwand wie er kam.

Nach einem ausgiebigen Spaziergang durch Tallinn, begaben wir uns in die Touristen Information und schlossen uns einer Führung an, bei der es in erster Linie um die russischen Machenschaften in der Zeit von 1939 bis heute ging. Der junge Stadtführer erzählte insbesondere über seine Familie, seine jüdische Großmutter und dem Bulgarischen Großvater, die fest an die guten Seiten des Kommunismus glaubten. 5000 Bomben in einer Nacht zerstörten diese schöne Stadt.

Blick über die Dächer 

Evangelisch-lutheranische Kirche

Tallin is immer schon eîne Künstelerstadt gewesen, und scheinbar wurden sie im Krieg bei der Besetzung durch Russland nach Sibierien deportiert. Tallinn hat aber dieser Flair niemals verloren. 

„Als Singende Revolution wird die Periode der nationalen Bewegungen im Baltikum 1987 bis 1991 und des gewaltlosen Kampfes um die Wiedererlangung der staatlichen Unabhängigkeit bezeichnet.“


Heilig-Geist Kirche


Moderne Architektur 


Bühne in der Altstadt 

Hinterhofstimmung 

4 Gedanken zu “12.7.2017

  1. Ingo 12. Juli 2017 / 18:15

    Hallo Alois,
    danke für die schönen Bilder. Sie erinnern mich an meinen Besuch vor ein paar Jahren im August in dieser wundervollen Stadt. Damals allerdings war es regnerisch, sehrlich windig und eiskalt!
    Machst gut
    Ingo

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    • Biker und Speaker 13. Juli 2017 / 11:23

      Die beiden Abende waren super. Es war angenehm warm.
      Das Essen war gut, das Bier wird langsam wieder bezahlbar!
      Viele Grüße
      Alois

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  2. mundt pfatter 13. Juli 2017 / 19:23

    bier in tallinn billiger. finnen kaufen schubkarrenweise.

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    • Biker und Speaker 13. Juli 2017 / 19:30

      Jetzt auf dem Land ist es billig. Das Bier ist jedenfalls nicht nur billiger, sondern auch besser.

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