28.7.2017

Satkovice – Gdansk (Danzig)


Der Tag ging heute wirklich gut los. Ich habe super gut geschlafen, und bekam ein hervorragendes Frühstück kredenzt. 


Der Seniorchef der Pension ist passionierter Golfspieler!

Irgendwann gegen 9 Uhr setzte ich mich auf mein Rad! Elblag (deutsch: Elbing) ist nich so weit weg, laut Google Maps nur 36 Kilometer. Als ich mich dann auf den Weg machte, verfolgte mich der Pensionshund, ein Golden Red River, scheinbar fühlt er sich in meiner Nähe wohl. Nach 3 Kilometern hielt ich dann an, denn der arme Hund blieb einfach bei mir, und war komplett außer Atem. Ich rief den Pensionsinhaber an, und er kam 10 Minuten später um seinen Hund zu holen. Dann erst ging es weiter. Ich verließ mich auf die Aussage der netten Dame in der Touristen Information, und fuhr in Richtung des Radweges, der allerdings in einem fast unberfahrbaren Zustand war. Es regnet hier schon seit Tagen, sodass der sandige Boden total aufgeweicht ist. 


Für die 7 Kilometer Feldweg habe ich fast eine Stunde gebraucht. Als ich dann in Elblag ankam, fuhr ich sofort in eine Waschanlage und spritze mein Fahrrad mit einem Hochdruckreiniger komplett ab. 

Dann kam ein cooler Regenschauer, der mich innerhalb von einer Minute komplett aufweichte. Ab ins nächste Kaffeehaus. Dort schaute ich mir wieder mal den Wetterbericht an, und es sollte nicht viel besser werden. Ludwig Thoma sagte in seinen Lausbubenfilmen immer: „Man muss nachdenken!“ 

 Genau!

Es war nun doch schon 14 Uhr, diese 65 Kilometer schaffe ich heute sowieso nicht mehr, mit diesem Gegenwind und dem Regen.

Also ab in den Zug nach Danzig, denn diese dunklen Wolken verheißen nichts Gutes. Als ich den Zug bestieg, kam schon wieder der nächste Schauer. Was ist das denn für ne Scheisse?

Vom Zug aus sah ich noch in voller Größe die Marienburg, eine Im 13. Jahrhundert erbaute Ordensburg des Deutschen Ordens, und gleichzeitig der größte Backsteinbau Europas. 


Dieses Bild habe ich aus dem Internet. Denn als ich mit dem Zug vorbeifuhr, ging ein Wolkenbruch nieder.

Vom Zug aus, buchte ich mir ein Einzelzimmer in einem Hostel, was ich dann letztendlich doch nicht bekam, weil dieses Hostel gar keine Einzelzimmer hat. Fehler in Booking.com. Also stornierte ich, und es begann wieder zu schütten. Wieder war ich patschnass, zumal ich nicht einmal meine Regenjacke aus dem Rucksack kramen wollte. Jetzt habe ich Schnauze gestrichen voll, der Regen, dieser schlecht befahrbare Weg, und Menschenmassen hier in dieser schönen Stadt, wie auf dem Regensburger Altstadtfest. 

Also buchte ich mir ein Hotel etwas außerhalb, sodass ich morgen zügig weiterfahren kann.

Architektur der Industrialisierung 



Danzig ist eine tolle Stadt, unbenommen. Sie hat sich mir in einem regenerierten Licht präsentiert, mit Menschenmassen, die ich nicht ertragen kann. 

Was ich jetzt morgen früh machen werde, kann ich noch nicht sagen. Vielleicht fahre ich noch einmal ins Zentrum. Wenn man sich vorstellt, dass Elblag und Danzig, ja alle Städte hier im Krieg total zerstört wurden, dann ist das ein furchtbarer Gedanke. Dieses Schicksal ereilte aber auch die meisten Deutschen Städte, wie Dresden, Berlin und München usw. Im Zug saß ich mit einem polnischen Lehrerehepaar, beide mit dem Fahhrrad auf Reisen. Beide sagten, dass wir uns glücklich schätzen müssen, in einer Zeit ohne Krieg, zumindest in Mitteleuropa.

Ein Gedanke zu “28.7.2017

  1. Petra Kress 29. Juli 2017 / 2:52

    Alois, Du musst Dir Danzig unbedingt richtig anschauen!Wir waren vor 6 Wochen dort, es ist superschön!!! Geh ins Lech Walesa Museum, echt beeindruckend!!! Musst unbedingt auf die Marienkirche die 400 Stufen steigen……und unbedingt Pirogi essen…..die sind der Hammer!!!bei O. Mandu, Nähe Bahnhof!!!! Geh unbedingt hin, rentiert sich total!!!! Iss die mit Lachs!!!! Und dann die süßen als Nachspeise!!!! Hammerlecker!!!!Und nach Sopot fahren, mit Zug 20 min. Direkt am Meer! Liebste Grüße Petra

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