29.7.2017

Gdansk (Danzig) – Chlapowo


Gestern war ich natürlich genervt. Das Wetter ist seit Tagen schlecht, die Straßen sind besonders hier rund um Danzig nichts besonderes für Radfahrer, und die Buchung des vermeintlichen Einzelzimmers war eher ein Fake. 

Ansonsten waren die Hotels weitestgehend ausgebucht, was mir auch logisch erschien, nachdem ich diese Menschenmassen sah. 6 Kilometer hatte ich also noch vor mir, um zu meinem Hotel zu kommen. Bis auf die spürbaren Federn in der Matratze war das Essen sehr gut und bezahlbar, das Frühstück spitze. Das garantiert mir, dass ich bis zum Abend nichts zu essen brauche. Also machte ich mich heute früh auf, um nochmal in die Stadt zu radeln. Danzig ist eine Attraktion, genauso wie Tallin und Riga, und ebenfalls eine alte Hansestadt, was man deutlich an der Architektur auch erkennt. Mir sind aber diese Massen von Menschen einfach suspekt, ich fühle mich eingeengt, fast bedrängt. In der Natur genieße ich die Freiheit, und ich freue mich schon wieder auf eine Nacht im Zelt – man mag das gar nicht glauben, wenn man mich kennt. 
Früher, als ich noch jung und dynamisch war, hätte ich mich in das Nachtleben dieser Städte gestürzt. Wenn ich hier mit Freunden unterwegs wäre, dann würde ich das natürlich immer noch machen, aber alleine macht das keinen großen Spaß. Und die Vernunft siegt. Ich gehe zum Essen, kauf mir 2 Bier, und dann ziehe ich mich um 9 Uhr zurück. 

Gut, ich habe also beschlossen, den Rat des Lehrerehepaars anzunehmen, das heißt mit dem Schiff auf die Halbinsel Hel zu fahren. Von dort geht es rund 30-40 km auf der „Putziger Nehrung“ entlang. 

Jetzt sitze ich gerade im Restaurant eines Campingplatzes trinke gemeinsam mit einem Dortmunder Arzt ein Bier, und warte auf das Essen. Bis dahin schreibe ich fleißig mein Tagebuch.

Blick aus dem Zelt

Große Regatta

Fahrt durch Werftanlagen

Rotes Schiff

Kitsch Maler bei der Arbeit


Stadion von Danzig


Rathhausturm von Danzig