26.09.2017

Larisa – Agiokampos auf der Insel Euböa

Wieder ein wunderbarer Artikel von „Helmut Emmeram Wanner“ in der Mittelbayerischen Zeitung!

Wie schon berichtet, war der gestrige Tag, aufgrund meines neuerlichen Plattfußes eher suboptimal, allerdings muss man schlicht und ergreifend immer damit rechnen, dass irgendetwas zu Bruch gehen wird. Ja, so bin ich halt in Larisa geblieben, hab mir abends noch 3 Bier gekauft. Schon um 10 Uhr bin ich ins Bett, denn heute wollte ich dann frühzeitig starten, was mir auch gelungen ist. 

Um 8 Uhr saß ich dann wieder auf meinem Bock, weiterhin in Richtung Athen, in den Süden. Es war relativ frisch, aber warm genug, kurzärmlig und mit einer Softshell Weste zu radeln. Um 13 Uhr waren dann 60 Kilometer hinter mir, ich war also voll im Plan. Oft ging es direkt an der Autobahn entlang, bergauf und bergab, bis ich plötzlich feststellen musste, dass jetzt die Teerstrasse zu Ende ist. Als ich dann noch 6 oder 7 große Köter in 50 Meter Entfernung auf der Straße stehen sah, wurde mir ganz anders. Ich kam mir jetzt vor, wie in dem Klassiker „High Noon“. Langsam drehte ich mich mit meinem Fahrrad um, und fing an die Flucht zu ergreifen, was diese Hunde auf die Idee brachte nun bellend zu attackieren. Das Adrenalin begann jetzt zu wirken, ich fuhr wie ein Wahnsinniger den kurzen Berg hoch und war da dann endlich in Sicherheit. Was geht denn hier ab? Ao etwas habe ich noch nicht erlebt. 

Schließlich habe ich nach genau 115 Kilometer mein Ziel, den Fischerort Glifa, erreicht. Von dort wollte ich dann, eben morgen auf die Insel fahren. Nachdem die Fähre abfahrtbereit da stand, habe ich mich entschlossen, jetzt schon rüber zu fahren, sodass ich mich morgen früh nach keinem Zeitplan richten muss. Jetzt sitze ich in einem schönen kleinen verschlafenen Fischerort, hier sind keine Touristen, und die Kommunikation ist jetzt etwas schwieriger. Die Saison ist jetzt einfach zu Ende. 

Ich traute heute meinen Augen nicht, als ich vermeindliche Baumwollpflücker fahren sah, und dann auch diese Baumwollfelder entdeckte. Für den einen oder anderen mag das ja nichts besonderes sein, ich hab das noch nie gesehen, und dadurch nicht gewusst, dass in Griechenland Baumwolle angepflanzt wird. 

In einer kleinen Pension fand ich ein preiswertes Zimmer. 

Am Freitag Mittag möchte ich in Athen ankommen, das ist mein Ziel.

Fähre auf die 2. größte Insel Griechenlands, auf Euböä

Idylle

Durch die Berge

Stoppelbehandlung durch Feuerbrunst – wie bei uns in den 70er Jahren


Baumwolle


Könnte wilder Hopfen sein? 

2 Gedanken zu “26.09.2017

  1. Therese und Yves Truan 26. September 2017 / 20:02

    Hallo Alois,
    wir bewundern dich ganz einfach, wir hoffen das die Letzen !!!! paar hundert km. auch noch gut verlaufen, (Fahren) weiter hin vielglück.
    Therese und Yves

    Liken

    • Biker und Speaker 26. September 2017 / 20:04

      Ich freue mich ganz gewaltig, dass ihr mir die nötige Motivation gebt. Und freue mich, wenn wir uns wiedersehen, da bin ich mir sicher!
      Bis bald
      Alois

      Liken

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.