10.10.2017

Thomatal – Radstadt


Gestern Abend waren wir noch am Grab vom Hannes. Wir, das heißt Priska und Hans, die Eltern vom Hannes und ich!

Dann haben wir uns noch lange unterhalten, ich bin froh, dass ich diese beiden Nächte hier war und die beiden besucht habe. Heute früh konnte ich mir wieder Zeit lassen, denn ich musste ja nur über den Tauernpass fahren nach Radstadt, wo ich morgen Mittag meinen Freund Jürgen am Bahnhof abholen werde. Dann werden wir über die Postalm zum Wolfgangssee fahren. Das ist eine wunderbare Tour, die ich schon einmal gemacht habe.

Zunächst führte mich heute mein Weg zum Schloss Moosham, von dort ging es nach Mauterndorf. Dort ist eine wunderbar erhaltene Burg, die sich kein geringerer als Hermann Göring im 3. Reich unter den Nagel gerissen hat. Zunächst war diese Burg im Besitz eines jüdischen Militärarztes namens Hermann von Epenstein, zugleich der Pate von Hermann Göring. Mit meinem Sohn Lukas machte ich schon einmal eine Führung durch die Burg mit, sodass ich diese Geschichte natürlich nicht vergessen konnte. 

Von Mauterndorf fährt man 12 oder 13 Kilometer moderat bergauf, bis es wieder relativ steil bergauf geht. Obertauern ist um diese Zeit eine einzige Baustelle, ansonsten ist dieser bekannte Skiort wie ausgestorben und sieht eher trostlos aus. Eigentlich wollte ich mir einen Kaffee und einen Kuchen genehmigen, doch hat hier scheinbar nichts offen. Also zog ich mich wieder um, beziehungsweise warm an, und lies die Karre laufen. 1000 Höhenmeter ging es bergab mit einer maximalen Geschwindigkeit von 61,1 km/h. Schneller ging es nicht, weil mich der Gegenwind wieder mal ausbremste. 

Jetzt sitze ich in Radstadt, schreibe mein Tagebuch, und versuche mich gleichzeitig an meine Reise zurück zu erinnern. Wenn ich da kein Tagebuch geschrieben hätte, der Großteil wäre jetzt schon in Vergessenheit geraten.


Abschied von Hans und Priska und dem Thomatal

Burg Mauterndorf  – eine  Geschichte in Schwarz-Weiß 


Die Hohen Tauern aus der Ferne 

Hier gibt es nichts aus Gnade sondern nur gegen Entgelt


Obertauern 

4 Gedanken zu “10.10.2017

  1. Fritz 10. Oktober 2017 / 20:29

    Kannte der Almwirt keine Gnade mit einem armen Rad-Pilger namens Aloisus ?
    Die Katharsis des ewigen Fegefeuer ist ihm gewiß.
    Trotz alledem – fesch schaut er aus, der Alois, oberhalb der Gürtellinie „Oranje boven“ und dies hoch in den alpinen Tauern, wo ich letztmalig in meinem kurzen Leben zum Zeitpunkt der Galtür-Lawine schifahren konnte … bis mein Knöchel….. der Rest ist Geschichte.
    So fing alles an….mit dem Radl .
    Bleib guter Hoffnung, Alois – Heimat liegt in der Luft!
    Grüße – your unforgetable bikingdoc fritz

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    • Biker und Speaker 10. Oktober 2017 / 20:46

      Mein lieber Fritz,
      Ich freue mich ganz närrisch – bei uns heißt das narresch – on dir zu lesen bzw. zu hören. Ja, die Reise geht zu Ende, und ich denke schon ans Skifahren. Mit meinen muskulösen Beinen ist mir natürlich keiner gewachsen..😜
      Und ich denke schon an die nächste Tour, überlege was ich noch rocken könnte, Blabla!
      Wenn ich zuhause bin, werde ich mich bei dir melden!
      Viele liebe Grüße
      Alois

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      • Fritz 10. Oktober 2017 / 21:09

        Es gilt:
        „Bleib dran, solange die Kette heiß ist“ !
        (Fritz’sches Lern-Theorem 1)
        Unsere Fotos im Juli Blog sind Spitze und aktivieren schon jetzt die Myosin-Filamente meiner Quadriceps-Muskulatur.
        Es gilt:
        „Auf die Dauer hilft nur ….muscle power“ !
        (Fritz’sches Lern-Theorem 2)

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      • Biker und Speaker 10. Oktober 2017 / 21:16

        Bei deinen dünnen „Haxen“ hast du die Theorie nur marginal in die Praxis umgesetzt…😂😂😂

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