26. April 2019

Es ist wieder einmal vollbracht, ein Woche, das heißt 7 Tage saß ich nun auf meinem neuen Tourenrad. Und es macht mir wieder richtig Spaß. In diesen 7 Tagen habe ich knappe 590 Kilometer zurückgelegt, davon runde 70 Kilometer mit dem Zug.

Das ist aber nur Statistik, die mich lediglich peripher interessiert, denn ich fahre so weit ich kann, und auch Lust habe.

Es war sehr schade, dass der Hotelbesitzer vor 6 Wochen verstorben ist, bin ich doch extra wieder vorbei gefahren. Das ist halt das Leben!

Das Essen war wie immer ausgezeichnet, ein Radler und ein Gläschen Wein waren jedenfalls ausreichend um müde ins Bett zu fallen.

Gegen 9 Uhr ging dann wieder weiter. Und man kann es kaum glauben, der Gott des Windes mag mich nicht. Nachdem ich nun in den Süden fahre, kommt nun dieser satte Wind glatt aus dem Süden. Was soll das denn? Naja, ich bin ja gewöhnt, gegen Widerstände zu kämpfen, warum soll es jetzt anders sein.

Der Eurovelo 9 führte mich heute ewig lang an einem Kanal entlang, der heute scheinbar zur Stromerzeugung dient. Früher wurde er natürlich als Transportmittel genutzt. Meistens sind diese Kanalradwege eher unspektakulär bis langweilig, und so war es heute auch. Gegen Mittag bin ich dann kurz nach Wiener Neustadt abgebogen, um einen Kaffee zu trinken und einzukaufen. Glücklicherweise war der Himmel heute bedeckt, ich habe mir gestern nämlich einen netten Sonnenbrand geholt, der sich heute im Laufe des Tages dann nicht weiter verschlimmerte.

Nicht nur der Gegenwind hat mich heute zermürbt, es ging  den ganzen Tag leicht bergauf. Nach einer intensiven Suche im Internet, konnte ich ein Wirtshaus ausfindig machen, und bekam das letzte freie Zimmer. Ansonsten hätte ich 15 Kilometer weiterfahren müssen, mit einem Anstieg von 500 Höhenmeter, was mir für den heutigen Tag erspart blieb. Aufgeschoben ist aber nicht aufgehoben!

Langsam komme ich wieder in den Modus, den man weitläufig als Gelassenheit bezeichnen würde. Nach Maribor sind es noch ungefähr 170, vielleicht 180 Kilometer. Das Mittelgebirge nennt man die bucklige Welt. Nicht weit von hier durfte ich im Jahr 2001 ein sogenanntes „Motivationsseminar“ halten, bei dem ich 28 Verkäufer über glühende Kohlen laufen ließ. Ich selbst bin drüber gelaufen, bei Temperaturen von 800 – 1000 Grad Celsius.

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Meine Tagesetappe mit dem Höhenprofil!

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Dom von Wiener Neustadt

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Garten des Pfarrhauses von Stankt Martin in Pitten

Bis morgen!

Alois

2 Gedanken zu “26. April 2019

  1. gabriele-spaett@t-online.de 27. April 2019 / 11:12

    Servus Alois, vielen Dank für Deine schönen, spannenden Beiträge und für Deine wunderschönen Bilder. Freue mich jedenTag darauf. Reise zuhause mit! Wien ist ja eine herrliche Stadt. Dort war ich auch schon öfter. Das letzte mal mit der Sparkasse. Privat ists viel schöner. Geniesse die Zeit. Ich wünsche dir eine angenehme Fahrt, unfallfrei, ohne Gegenwind mit vielen schönen Erlebnissen, und glücklichen Momenten. Servus Gabi

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