30. April 2019

Gestern habe ich wahrlich eine lustige Unterkunft – über booking.com – gebucht. Der Eingang zu meinem Zimmer war ausschließlich über die dazugehörige Garage möglich. Das Garagentor konnte man von innen elektrisch schließen. Der Preis von 45 € war in keiner Weise für mich nachvollziehbar. Die beiden Eheleute und Inhaber des „Hotels“ waren aber wirklich super nett, und haben vieles ausgeglichen.

Um 8.15 Uhr saß ich dann heute früh auf dem Rad, weil der Wetterbericht super schlechtes Wetter voraussagte, und ich einfach nur nach Celje kommen wollte, um dort bei Regen entweder zu bleiben, oder mit dem Zug nach Ljubljana zu fahren.

Ohnehin war die Fahrt nach Celje auf der Bundesstrasse bescheiden, eng und voller LKW. Der Spaßfaktor war hier eher nicht vorhanden. Celje ist eine nette Kleinstadt, die man aber schnell gesehen hat, wie Straubing beispielsweise.

Mit dem Zug bin ich dann um14:30 Uhr angekommen, Zimmer bezogen, und seitdem in der Altstadt unterwegs. Diese Stadt ist wirklich sehr schön, die K&K Zeit deutlich sichtbar, Geht man in die kleinen Gassen, fühlt man sich in die 60er Jahre Regensburgs zurückversetzt. Da ist noch viel zu tun. Ohne EU und deren Unterstützung würde dieses Unterfangen vielleicht gar nicht realisierbar sein.

Ist das nicht ein Segen?

Am Wichtigsten ist für mich heute, in dieser Zeit, der soziale Frieden, der durch die EU sicherlich garantiert wird. Es sei denn, die rechten Populisten nehmen überhand. Wie schön ist es, durch Europa zu reisen, ohne großen Passkontrollen ausgesetzt zu sein, mit ein und der selben Währung. Wie schön ist es, in all diesen Ländern herzlich empfangen zu werden, ohne diesen unsäglichen Ressentiments des 2. Weltkriegs ausgesetzt zu sein.

Im Jahre 1981 bin ich mit 2 Freunden auf dem ehemaligen Autoput durch Jugoslawien nach Griechenland gefahren, und wie beklemmend war es, wenn man an der Grenze stand, oder von der Polizei kontrolliert wurde. Der Zugschaffner hat mir heute geholfen, mein Fahrrad in den Zug zu heben, kontrollierte mein Ticket, und sagte, ich solle mich hierhin setzen. Das war die 1. Klasse, die ich aber gar nicht gebucht hatte.

Wir haben einfach nur die Pflicht, unseren Kindern das zu erhalten, was sich mit dem Sturz des Kommunismus entwickelt hat, die Freiheit!

Morgen werde ich Richtung Triest fahren, weiter geht es dann nach Istrien, nach Pula und Rovinj. Im Moment Regent es, morgen und übermorgen soll es wieder einigermaßen  sonnig und warm werden, bevor wieder ein Schlechtwettergebiet kommen soll.

Gerade war ich noch in der Touristeninformation, die ebenfalls kein Kartenmaterial für Fahrradfahrer liefern kann.

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Meine Tagesetappe von lediglich 32 Kilometer

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Rechts, meine Garage

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das könnte auch in der Toscana sein

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Burg von Ljubliana

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Altstadt mit Blick zur Burg

Ein Gedanke zu “30. April 2019

  1. Hermann Graffy 1. Mai 2019 / 8:46

    Gutes Gelingen, und toi, toi, toi…….

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