7. Mai 2019

Ich möchte einfach und deutlich sagen, das war heute der schönste Tag meiner bisherigen Reise! Einfach nur geil!

Aber fangen wir mal von vorne an. Um 7.30 Uhr mußte ich an der Fähre von Krk nach Rad sein, denn es gibt nur eine Fähre morgens um 7.45 Uhr und eine Fähre abends, welche mich aber in keiner Weise interessiert. Die Fährfahrt dauert ungefähr eineinhalb Stunden, von Krk kommend sieht man die immer noch schneebedeckten Berge des Festlands, auf der anderen Seite die Insel Cres, und vor uns liegend Rab. Ich komme mir fast schon vor, als wäre ich irgendwo an den norwegischen Fjorden. Naja, da ist es noch schöner. Ein Bus voller hessischen Rentner begleitete mich auf der Fähre, und ich konnte mich gut unterhalten.

In Nord-Süd Richtung durchquerte ich dann die ganze Insel, und nahm die nächste Fähre  zum Festland, wo es dann richtig bergauf ging, in ein unglaublich schöne Landschaft.

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Und da oben tauchte er plötzlich auf mit seinem Pferd, nahm sein Gewehr und hielt es mit ausgestrecktem Arm senkrecht nach oben, als wollte er sagen, „servus Alois, ich bin da, dein Freund Winnetou“!

Dann wurde ich wach, denn es überholte mich ein großer LKW mit lautem Getöse. Ich habe übrigens alle Karl May gelesen.

Nach 20 vielleicht 25 Kilometern ging es mit der 3. Fähre auf die Insel Pag. _DSC1307.jpg

Durch diese Steinwüste gehts nochmals richtig bergauf, man könnte glauben, man sei in der Wüste von Ägypten mit dem Fahrrad unterwegs.

Auf der Fähre traf ich 2 Motorradfahrer aus der Nähe von Würzburg. Sie erzählten mir, sie wollten gestern von Rijeka nach Krk fahren, doch die Küstenstraße wurde für Motorräder und Autos mit Anhänger wegen des Sturms gesperrt. Ich bin ja über die Berge gefahren und nicht die Küstenstraße, hatte also Glück.

In der Stadt Tag auf der gleichnamigen Insel plante ich dann zu übernachten als ich an eine Abzweigung kam, bei der ich laut APP links abbiegen sollte. Mir sollten noch 13 Kilometer bleiben. Doch stand hier ein Schild, dass diese Straße wegen einer Baustelle gesperrt sei. Das war mir immer schon egal, also fuhr ich los. Die Umleitung wäre 10 Kilometer länger gewesen.

Zunächst ging es steil bergab, dann circa 2 Kilometer am Meer entlang, bis die Strasse nun endgültig zu Ende war. Ich musste das Fahrrad nun 15 Minuten durch die Pampa steil bergauf schieben, dann kam ich auf einen schmalen Pfad, der wieder in der offiziellen Strasse, einem Schotterweg endete.

Schließlich kam ich in Tag an, und fand nach 10 Minuten ein gutes Hotel. Gerade sitze ich auf der Terrasse, trinke ein Radler, und geniesse den Sonnenuntergang. Nach Zadar werde ich noch ungefähr 60 Kilometer zu fahren haben, die ich morgen locker auf der linker Arschbacke herunterreißen werde. Im Übrigen waren das heute genau 1100 Höhenmeter die ich geradelt bin. Ein toller Tag!

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3 Gedanken zu “7. Mai 2019

  1. John Heimpel 8. Mai 2019 / 2:05

    Freut mich immer von Dir zu lesen.
    Irgendwann werde ich auch so etwas starten 😊☺️

    Grüße John
    aus Kadelburg bei Waldshut Schweizer Grenze

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  2. John Heimpel 8. Mai 2019 / 2:05

    Freut mich immer von Dir zu lesen.
    Irgendwann werde ich auch so etwas starten 😊☺️

    Grüße John
    aus Kadelburg bei Waldshut Schweizer Grenze

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  3. Therese Truan 8. Mai 2019 / 8:32

    Hallo Alois, schön das du nicht keinen Gedanken fürs aufgeben gibst, aber eben die lang touren Velofahrer sind schon harte Hunde. Yves bekommt es ab nächsten Sonntag auch zu spüren.
    immer gute Fahrt

    Yves und Therese

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