Der Tag hatte eigentlich so gut angefangen, ich fühlte mich richtig fit, das Wetter war sehr gut, vielleicht etwas kühl, als er jäh zu Ende ging, als ich nämlich um 15 Uhr mit einem Motorrad einen Unfall baute. Das ist das erste Mal, dass ich mit dem Fahrrad überhaupt einen Crash mit einem anderen Verkehrsteilnehmer hatte. Und jetzt das. Der Schrecken sitz mir immer noch in den Knochen.
Als ich nämlich in einer Rechtskurve links in einen Parkplatz abbiegen wollte, kam von hinten ein Motorrad und fuhr mir, glücklicherweise reagierte ich noch richtig, direkt ins Vorderrad, welches natürlich jetzt total kaputt ist. Inklusive der Bremsscheibe.
Das Motorrad kam erst 20 Meter nach dem Crash zum stehen. Ich denke, dass er schon schnell unterwegs, und in dieser unübersichtlichen Kurve mit einem in der Mitte fahrenden Radfahrer nicht rechnete.
Knie und Ellbogen sind leicht lädiert, ansonsten fühle ich mich etwas zittrig, hätte diese Geschichte doch anders ausgehen können.
Jetzt sitze ich in diesem Ort mindestens bis Freitag fest, denn morgen ist auch noch dazu ein zweiter Feiertag hier in Slowenien.
Ich hoffe, dass ich hier ein Komplettrad mit der Bremsscheibe bekomme.

Zum Schluß gab es noch ein Friedensfoto !
Als ich heute früh, Punkt 9 Uhr das Hotel verließ, hatte es gerade mal 10 Grad. Nach guten 3 Kilometern kam ich langsam aus Ljubljana raus, und der Stau begann. Mindestens 10 Kilometer konnte eich auf einem der wenigen Fahrradweg rechts vorbeifahren, unter der Belastung von slowenischem Autosmog. Die Luft war echt scheiße. Allerdings kam ich richtig gut voran, ich fühlte mich richtig fit. Ziemlich genau nach 20 Kilometer kam dann die erste Steigung, gute 200 Höhenmeter rechts an den stehenden Autos vorbei.
Mann o Mann war diese Luft schlecht.

Der 2. Anstieg war dann wirklich. Rechts fuhr ich an den Autos vorbei, links die Motorräder, manchmal war ich auch links. Ala es dann bergab ging, überholte ich alles.
Und dann, eine Stunde später, passierte es, dieses blöde Ungeschick. Im übrigen lag alle Teile aus der Lenkertasche auf der Strasse, Fotoapparat, Handy und das wichtigste Werkzeug. Nichts ist kaputt, ausser mein Rad.

Und doch kam ich 70 Kilometer weit. Heute wollte ich die 100 Kilometer radeln. Denkste!

So sah es auf dem Pass aus!
Die schwersten Unfälle passieren beim Zusammenprall mit der Wirklichkeit.
(*1946), Aphoristiker
Quelle: Schmid, Wer laut denkt, lebt gefährlich. Aphorismen und Notate, Stadthaus-Verlag 2016
Oder mit einem Motorrad!
Ich bin heilfroh, dass ich nicht mit gebrochenem Gebein im Krankenhaus liege, und meinem Allerwertesten tuen 2 Tage Abstinenz vom Fahrradsattel gut.
Von Mitleidsbekundungen muss nicht Abstand genommen werden.

























Im Hintergrund Dürnstein mit der Burgruine











